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Wertschöpfung durch Freizeit- und Ferienwohnungen

Wertschöpfung durch Freizeit und Ferienwohnsitze©

In diversen Medienberichten der letzten Zeit ist regelmäßig von den kommunalen Nachteilen und Problemen der Freizeitwohnsitze und Ferienhäusern die Rede. Öffentlichen Diskussionen über dieses Thema werden jedoch meist sehr einseitig geführt.

Ein Übermaß an Ferienwohnungen in einer Gemeinde kann durchaus dramatische Folgen haben - man denke nur an einige Schidörfer in den Französischen Alpen, die im Sommer wahren Geisterstädten gleichen. Es müssen aber auch die positiven Aspekte wahrgenommen werden, die Ferienimmobilien mit sich bringen.

In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die alleinige Zukunft der Alpendörfer im Tourismus gesehen und dementsprechend auch die Errichtung von Ferienwohnanlagen stark forciert. Ausländische Investoren und Wohnungskäufer wurden mit offenen Armen aufgenommen! In dieser Zeit wäre es ein Leichtes gewesen, im Wege der Raumordnung und Flächenwidmung beschränkend einzugreifen, aber der politische Wille zielte geradezu darauf ab, möglichst rasch und in großer Anzahl Ferienwohnungen zu schaffen. Letztendlich verdanken wir dieser Zeit auch den Ausbau der Seilbahnwirtschaft, Pistenbauten und viele großzügige Freizeiteinrichtungen, und einiges mehr, welches ohne dieser Aufbruchsstimmung und dem aus dem Ausland investierten Geldern kaum geschaffen worden wäre.

Dass verstärkte Nachfrage bei einem geringen Angebot zu einem Ansteigen der Immobilienpreise führt ist ein normaler Marktmechanismus. Auch in weniger nachgefragten Regionen steigen die Preise, wenn auch in geringerem Ausmaß. Und: kein Verkäufer ist gezwungen zu Höchstpreisen zu verkaufen!

Ferienwohnungen und Ferienhäuser stellen auch einen immensen wirtschaftlichen Faktor dar! Es ist kein Geheimnis, dass im Großraum Kitzbühel äußerst hochwertig und kostenintensiv gebaut wird. Berechnungen zufolge kann alleine im Bezirk Kitzbühel in der Bauwirtschaft von einem Investitionsvolumen von mindestens EUR 80 bis EUR 100 Mio pro Jahr ausgegangen werden, welches diesem Segment zugerechnet werden kann. Der Großteil der Bauaufträge wird durch heimische Firmen ausgeführt und das bedeutet Arbeitsplätze und sicheres Einkommen in unserer Region. Viele spezialisierte (Kunst)handwerksbetriebe könnten ihre Profession sonst gar nicht ausüben.

In diesem Investitionsvolumen sind aber jene Wertschöpfungen noch gar nicht berücksichtigt, welche dann in weiterer Folge entstehen. Das beginnt beim Garten-, Haus- und Reinigungspersonal, über laufende Wartungs- und Instandhaltungsaufträge und geht soweit, dass erfolgreiche heimische Unternehmen über die Grenzen hinweg Bekanntheit erlangen und Aufträge im Ausland ausführen. Das fördert die heimische Wirtschaft und sichert Arbeitsplätze.

Auch die Kommunen (Städte und Gemeinden) profitieren direkt über Abgaben und Steuern. Denn an den oben beschriebenen Investitionen hängen hunderte Arbeitsplätze in der Region. Aus den Arbeitslöhnen geht die Kommunalsteuer direkt an die Gemeinden.

Politische Diskussionen sollen daher nicht populistisch mit einseitigen Argumenten geführt werden und dürfen vor allem nicht die positiven Aspekte der sogenannten „Zweitwohnsitzler“ aus den Augen verlieren. Es ist keine Frage, dass eine ausgewogene Entwicklung anzustreben, und negativen Entwicklungen gegenzusteuern ist. Derartige Akzente werden auch schon regelmäßig, z.B. in Form von Vertragsraumordnungen, etc. gesetzt. Es ist zu hoffen, dass hier Lösungen mit Augenmaß gefunden werden, denn letztlich profitieren alle von einer weiterhin nachgefragten Region und dadurch prosperierenden wirtschaftlichen Entwicklung.

 

 © Dr. Christian Neumayr MRICS
Member of the Royal Institution of Chartered Surveyors
Immobilientreuhänder und Gerichtssachverständiger
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