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Wohntrends in den Bergen

In den letzten Jahren hat sich bei Ferienimmobilien im Luxussegment in alpinen Toplagen ein relativ einheitlicher Wohntrend ausgebildet, welche als „regional-alpine Bautradition“ bezeichnet werden kann. Darunter ist eine ursprüngliche, im Alpenraum verbreitete Bauform zu verstehen, welche sich aus den alten Bauernhausformen entwickelt hat. Diese Bauform hat sich historisch aus Einflüssen der Natur abgeleitet. Holz und Stein war der reichlich vorhandene Baustoff. Mit Giebeldächern, kleinen Fenstern und wetterschutzgebenden Vordächern und Balkonen trotzte man strengen, schneereichen Wintern. Ein Teil der bäuerlichen Arbeit konnte unter dem Vordach, auf dem Balkon oder im Schutz dessen erledigt werden.

In den letzten Jahren hat sich, vor allem bei neuen, hochwertigen und luxuriösen Ferienhäusern in den alpinen Toplagen wie Kitzbühel, St. Anton am Arlberg und Lech die Architektur von der „regional-alpinen Tradition“ zur „montanen Tradition“ weiter entwickelt. Das heißt, dass immer mehr Formen und Einflüsse aus anderen Bergregionen übernommen wurden. Vor allem aus dem Schweizer und dem nordamerikanischen und kanadischen Raum.

Im eidgenössischen Raum waren immer schon großflächige Steinbauten verbreitet, während aus dem nordamerikanischen Bergen der Lodgenstil mit großen Fensterflächen, massive Dielen und hohen, sichtbaren Dachstuhlkonstruktionen Einfluss auf die heutige Luxusarchitektur genommen hat. Dieser Einfluss setzt sich bis zu den Interieurs fort, Reh- und Gamskrickerln sind heutzutage Bären- und Elchgeweihen und Großwildfellen gewichen.

Oftmals lassen sich auf den ersten Blick solche Landhäuser nicht mehr von Lodges in Kanada unterscheiden. Luxusimmobilien, das sind Objekte jenseits der EUR 5 Mio – Grenze sind fast ausschließlich in diesem Baustil errichtet, weil hiefür die größte Nachfrage besteht. Denn wer sich einen Ferienwohnsitz in den Bergen anschafft, will damit auch ein Stück Tradition - eine vermeintlich urtraditionelle Bauform. (Wer auf Mallorca eine Immobilie kauft will auch eine Finca und kein Tirolerhaus).

Moderne Architektur dagegen ist im Luxussegment in den alpinen Topdestinationen noch sehr wenig verbreitet. Es finden sich aber immer öfter sehr modernen Wohnbauten in kubischen Formensprachen, Flach- oder Pultdächern, großen Glasflächen, Fassaden mit neuen Materialien, Einsatz von Stahl, etc. ab.

Wer sich eine Ferienimmobilie in den Bergen anschafft oder errichtet, egal ob zur Eigennutzung oder als Bauträger, soll sich daher genau die Zielgruppe für einen Verkauf oder Wiederverkauf überlegen. Große Nachfrage oder Nische – das ist die entscheidende Frage. Wenn diese Frage konsequent beantwortet ist, kann nicht mehr viel passieren. Wenn die Immobilie dann auch noch Freizeitwohnsitzwidmung und Schipistennähe hat, ist absolute Werthaltigkeit gesichert.

© Dr. Christian Neumayr  MRICS

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